Hanf als Nahrungsmittel in der veganen Ernährung

Hanfsamen in einem Müsli
anf ist als Nahrungsmittel beliebt – vor allem in der veganen Ernährung. Er steckt voller wertvoller Inhaltsstoffe und wird gerne als Superfood bezeichnet. 
Als Lebensmittel hat Hanf in der veganen Ernährung längst einen festen Platz eingenommen. Die winzigen Samen der Hanfpflanze werden mittlerweile vielseitig verwendet – ob geröstet, als Pulver oder Topping oder als Zutat in Brot und Gebäck. Hanfsamen können dabei nicht nur mit einem nussigen Geschmack und hohen Eiweissanteil, sondern auch mit Omega-3- und 6-Fettsäuren punkten, die eine Bereicherung für die vegane Lebensweise sind.

Was ist Hanf?

Als Nutzpflanze hat Hanf eine lange Tradition. Überlieferungen zufolge wurde die Kulturpflanze schon vor 12.000 Jahren angebaut und zu Segeltüchern, Kleidung und Papier verarbeitet. Die Fasern der Pflanze sind nicht nur sehr robust und äusserst reissfest – sie sind auch ausgesprochen langlebig, weshalb man sie heute selbst in der Bau- und Autobranche verwendet, beispielsweise als natürlicher Dämmstoff oder Innenverkleidung. 
Während die Nutzpflanze lange Zeit vom Markt verdrängt wurde, scheint sie heute wieder gefragt zu sein – vor allem unter Veganern. Die Hanfpflanze ist ein vielseitiges Lebensmittel, wobei die kleinen Samen im Mittelpunkt stehen. Hanfsamen sind nussartige Früchte, die nicht grösser als vier Millimeter und von hellbrauner Farbe sind. Sie können entweder roh oder auch geröstet gegessen werden, daneben werden sie sehr gerne als Grundlage für Trinkhanf, Hanföl und Hanfprotein verwendet. 

Welche Vorteile hat Hanf für die vegane Ernährung?

Für viele Menschen ist die Pflanze eine Bereicherung für die vegane Lebensweise. Insbesondere die Samen, die viele wertvolle Inhaltsstoffe enthalten. Demzufolge werden sie gerne als „Superfood“ bezeichnet. Besonders hervorzuheben ist der hohe Gehalt an Omega-3- und 6-Fettsäuren. Hinzu kommt ein hoher Anteil an
  • Vitamin B1 und B2
  • Vitamin E
  • Kalium
  • Eisen
  • Kalzium
  • Magnesium
Ähnlich wie andere Samen und Nüsse zeichnen sich Hanfsamen durch einen hohen Eiweissanteil aus, der bei etwa 20 bis 30 Gramm je 100 liegt. Deshalb sind die Samen besonders für Veganer interessant, die ihren Eiweissbedarf ausschliesslich über die pflanzliche Ernährung decken.

Machen Hanfsamen high?

Wenn es um die Hanfpflanze geht, wird sie gewöhnlich mit einer berauschenden Wirkung in Verbindung gebracht und als „Haschisch“ oder „Marihuana“ bezeichnet. Mit berauschend oder psychoaktiv ist der Wirkstoff THC (Tetrahydrocannabinol) gemeint, der hauptsächlich in den Blüten und Blättern der Hanfpflanze vorkommt. Mit den Blüten und Blättern haben die Samen der Pflanze jedoch nichts gemein. Ausserdem wird für den Anbau Nutzhanf verwendet, der so gezüchtet wird, dass er frei von THC ist. 

Wie werden Hanfsamen in der veganen Ernährung verwendet?

1. Pur oder geröstet 

Eine der beliebtesten Möglichkeiten, die Pflanze in der veganen Küche zu verwenden, sind Hanfsamen. Viele Menschen essen sie am liebsten roh – andere wiederum bevorzugen die geröstete Variante, die von einigen Herstellern beispielsweise mit Rohrzucker kombiniert wird.
Pur schmecken die Samen unglaublich nussig und knackig und können als Snack aufgrund ihres Nährstoffprofils eine Bereicherung für die pflanzliche Lebensweise sein. Da sie im Handel entweder mit oder ohne Schale, zerkleinert oder als Pulver angeboten werden, gibt es mittlerweile viele Rezeptideen, die durch Hanfsamen ergänzt werden können.
Hanfsamen werden zum Beispiel sehr gerne als Topping verwendet, um Müslis, Bowls oder Pfannengerichten den letzten Schliff zu verleihen. Auch finden sie als Zutat für Brote und Backwaren Verwendung.

2. Hanföl zum Verfeinern und Würzen

Ebenso wie Hanfsamen ist Hanföl ein beliebter Bestandteil der pflanzlichen Lebensweise. Es wird besonders schonend aus den Hanfsamen gepresst. Das Ergebnis ist ein gelb-grünes Öl, das ebenso reich an Omega-3- und 6-Fettsäuren ist wie die Samen. Wie hoch der Anteil letztendlich ist, hängt natürlich vom Herstellungsverfahren ab. Besonders hochwertige Hanföle werden beispielsweise mittels Kaltpressung gewonnen.

3. Trinkhanf – die pflanzliche Alternative

Tierische Lebensmittel werden in der veganen Ernährung durch pflanzliche ersetzt. Deshalb greifen Veganer auch in Bezug auf Milch auf pflanzliche Alternativen, wie zum Beispiel Trinkhanf, zurück. Trinkhanf wird fälschlicherweise oft als „Hanfmilch“ bezeichnet, obwohl es sich im eigentlichen Sinne nicht um Milch handelt. 
Der aus Hanfsamen gewonnene Pflanzendrink ist selbst für Menschen, die unter einer Glutenunverträglichkeit oder Laktoseintoleranz leiden, eine hervorragende Alternative. Es gibt mittlerweile viele Hersteller, die den Pflanzendrink anbieten, selbst als ökologische und/oder ungesüsste Variante. Alternativ kann er aus Hanfsamen auch selbst hergestellt werden.

4. Als Nahrungsergänzungsmittel – besonders interessant für Sportler

Eiweiss ist einer der wichtigsten Bausteine für die Muskeln, um unter anderem Muskeln aufzubauen und zu einer besseren Regeneration beizutragen. Vegan lebende Kraftsportler greifen hier gerne auf Eiweisspulver zurück, um ihre Eiweisszufuhr zu erhöhen, beispielsweise in Zeiten höherer Belastungen.
Neben Reis- und Erbsenprotein ist Hanfprotein eine willkommene pflanzliche Eiweissquelle. Hanfprotein zeichnet sich durch ein vollständiges Aminosäurenprofil aus, da es alle Aminosäuren enthält, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Der hohe Anteil an sogenannten verzweigtkettigen Aminosäuren (BCAA) soll vor allem für Kraftsportler von Vorteil sein, da man den Eiweissbausteinen positive Auswirkungen auf den Muskelaufbau zuschreibt.
Überdies soll das Pulver weitere essenzielle Nährstoffe haben, die auch in den Hanfsamen enthalten sind. Hierzu gehören nicht nur Vitamine und Mineralstoffe, sondern auch Omega-3- und 6-Fettsäuren, von denen man ausgeht, dass sie entzündungshemmende Eigenschaften haben können.
Das Pulver kann beispielsweise mit Wasser oder einer pflanzlichen Milchalternative zubereitet und mit frischen Zutaten oder einem weiteren pflanzlichen Proteinpulver kombiniert werden. Viele Veganer verwenden das Pulver auch gerne zum Backen.

Fazit: Hanf vielseitig einsetzbar in der veganen Ernährung

Die Hanfpflanze ist eine uralte Kulturpflanze, die heute wieder mehr in den Fokus rückt. Hauptaugenmerk liegt dabei auf den Samen der Pflanze, die eine hervorragende Ergänzung für die vegane Ernährung sein können. Sie können beispielsweise pur oder geröstet genossen werden, daneben werden sie weiterverarbeitet und als „Milchalternative“, Öl oder Hanfprotein im Handel angeboten.
Tags:
Teilen

Hinterlasse einen Kommentar

top